Wie lassen sich Versand- und Lieferungsprozesse via Internet effizient und effektiv abwickeln?
Eine physische Sendung wie in unserem Fall ein Paket wird heute von einer Vielzahl von Daten begleitet, die aus den unterschiedlichsten Anwendungen kommen. Das fängt beim Bestellprozess im E-Shop an. Hier geht es darum, die Bestell- und Adressdaten medienbruchfrei weiterzuverwenden. Wir von unserer Seite können den Barcode liefern, den der E-Shop direkt mit den Kundendaten verknüpfen und somit seinen Kunden eine einfache Sendungsverfolgung bieten kann. Ist die Sendung beim Empfänger angekommen, informieren wir den E-Shop. Schickt der Kunde die Sendung zurück, weil sie nicht seinen Wünschen entspricht, weiss das der E-Shop aufgrund des Barcodes ebenfalls. Die Prozesse greifen also nahtlos ineinander. Dazu kommt, dass sich ein E-Shop gegenüber seinen Mitbewerbern abheben kann. Dank Webservices kann er seinen Kunden einen Zusatznutzen bieten.

Wie kann sich der Kunde in den unterschiedlichen IT-Systemen zurechtfinden?
Die Webservice-Technologie bietet den Kunden standardisierte und einfach zu bedienende Schnittstellen an. Es gibt ERP-Anbieter, welche die Schnittstellen bereits integriert haben. Dort wird die an sich schon einfache Verknüpfung noch einfacher.

Welche Vorteile hat der Kunde dank einer direkten Kommunikation zwischen den Systemen eines Dienstleisters und seinem eigenen System?
Er kann in seiner gewohnten Benutzerumgebung bleiben und muss nicht auf ein fremdes Auftragssystem wechseln. Der Kunde braucht auch keine Daten in seinem System zu hinterlegen, weil in einem dynamischen Datenaustausch laufend eine Aktualisierung erfolgt. Damit erübrigen sich aufwändige Updates. Ein grosser Vorteil, denn bei Updates gibt es immer ein Restrisiko. Man spart also Zeit, Ärger und Geld.

Welche weiteren Optionen sind bei der webbasierten Kommunikation zwischen Kunde und Unternehmen künftig denkbar?
Die meisten Dienstleistungen lassen sich in irgendeiner Form mit Webservices verbinden. In unserem Fall beispielsweise im Paketversand. Jede Weiterentwicklung des Dienstleistungsangebots wird auch eine Weiterentwicklung der Webservices mit sich bringen. Nämlich überall dort, wo der unmittelbare Datenaustausch von zentraler Bedeutung ist. Das ist nicht nur bei der Post so, sondern gilt für alle Unternehmen, die internetbasierte Services anbieten.

Wo orten Sie trotz allem Fortschritt Grenzen der webbasierten Kommunikation?
Grenzen sehe ich eigentlich keine. Es ist mehr eine Frage der Leistungsfähigkeit der einzelnen Systeme, inklusive Datenfluss. Das lässt sich aber steuern. Man muss sich immer im Klaren darüber sein, wie die Prozesse aussehen. Wo kann ich diese effizienter und effektiver gestalten? Welche Daten brauche ich überhaupt? Auf solche Fragen gilt es Antworten zu finden. Gute Webservices sind heute prozessorientiert und modular aufgebaut und lassen sich so gewinnbringend für alle Nutzer spezifisch anwenden. Also für Versender, Empfänger und Logistikdienstleister.