Die moderne Logistik ist daher auch immer im Wandel, entwickelt sich stetig weiter und passt sich dynamisch den neuen Rahmenbedingungen an. «Das Ziel der Vision ‹Güterverkehr 2030› ist es, Strasse, Schiene, Wasser und Luft im Interesse der Wirtschaft und der Bevölkerung bestmöglich zu nutzen», sagt Robert Vogel, Präsident von GS1 Schweiz, dem Fachverband für nachhaltige Wertschöpfungsnetzwerke.

Logistikmanagement

Unter diesem Leitgedanken fordern verschiedene Verbände aus Wirtschaft, Gewerbe und Transportbranche einen ganzheitlichen Ansatz in der künftigen Güterverkehrspolitik. Wie bedeutend der Güterverkehr für die Schweizer Wirtschaft ist, zeigt einmal mehr die aktuelle Logistikmarktstudie Schweiz 2015, die vom Verband GS1 Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Logistikmanagement der Universität St. Gallen herausgegeben wurde

Der Wettbewerb wird härter

Jährlich werden mit zunehmender Tendenz mehr als 400 Millionen Tonnen an Gütern auf Schweizer Strassen, Schienen, Gewässern und in der Luft bewegt. Nicht ohne Grund beleuchtet die diesjährige Studie die schweizerische Güterverkehrspolitik in speziellem Masse. Sie ist ein wichtiger Pulsfühler der ganzen Logistikbranche. Auch dieses Jahr zeichnet die Studie eine allgemein positive Entwicklung des Logistikmarktvolumens auf. Gleiche Entwicklungen im Aussenhandel und der anhaltend starke Binnenkonsum trugen dazu bei, dass das wertmässige Volumen im Vorjahr um drei Prozent auf 39 Milliarden Franken gestiegen ist.

Wettbewerb wird härter

Die Auswirkungen des Frankenschocks bringen aber auch die Schweizer Logistikbranche ins Wanken. Nach ersten Berechnungen wird das Logistikmarktvolumen im Jahr 2015 um 0,9 Prozent sinken. Für 2016 ist jedoch wieder mit einem leichten Wachstum zu rechnen. «Tatsache ist: Der Wettbewerb wird immer härter. Erschwerte Bedingungen, wie etwa die Frankenstärke seit Januar 2015, sind völlig neue Herausforderungen für die ganze Branche. Es sind aber auch Chancen für Unternehmen, die sich dynamisch verhalten und auf Veränderungen aktiv reagieren», betont Robert Vogel.

Wohin entwickelt sich die Logistikbranche?

Erstmals wurden im Rahmen der Logistikmarktstudie auch bei den verladenden Schweizer Industrie- und Handelsunternehmen sowie Logistikdienstleistern der Status quo und die Entwicklungen im Supply Chain Management (SCM) erfragt. Die Resultate dieser umfassenden Untersuchung können zahlreichen Unternehmen dazu dienen, ihr SCM zu überprüfen und proaktiv zu optimieren. Ebenfalls beleuchtet die aktuelle Logistikmarktstudie innovative Trends wie E-Commerce, Big Data und 3D-Druck. Sie zeigt damit auch die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Bereich Logistik und Supply Chain Management.

Effiziente Wertschöpfungskette

GS1 Schweiz gilt als die Kompetenzplattform für nachhaltige Wertschöpfung auf der Basis optimierter Waren- und Informationsflüsse und vernetzt rund 5000 Mitgliedsunternehmen. Der Fachverband fördert die Zusammenarbeit, den Informationsaustausch und vermittelt Kompetenz in Wertschöpfungsnetzwerken. Globale GS1-Standards und Prozessmodelle ermöglichen heute, aber auch in Zukunft die Gestaltung effizienter Wertschöpfungsketten.