Während man früher Modelle und Prototypen manuell fertigte, kommen heute zunehmend automatisierte Produktionsverfahren zur Anwendung. Anstelle des Modellbaus mittels Kartonagen und Schaumstoffen oder dem Modellieren von Design-Entwürfen aus Ton, werden Vorlagen für die Produktion meist computergestützt produziert. Damit lässt sich in der Produktentwicklung Zeit und Geld sparen.

Waren zu Beginn die Anforderungen an Haltbarkeit, Qualität und Stabilität der Modelle noch nicht sehr hoch, konnte die Qualität unterdessen durch Optimierung von Maschinen und Materialien unter Verwendung einer leistungsfähigen Computertechnologie markant gesteigert werden. Dreidimensionale Drucker können mit verschiedenen Grundstoffen gefüllt werden, aus denen sie Produkte herstellen. Solche Drucker werden voraussichtlich nicht für private Haushalte angeschafft, sondern in einem Printshop an der nächsten Ecke den Kunden zur Verfügung stehen.

Kein Selbstzweck

Neben Verpackungsdruck und -veredelung liegt ein weiterer Fokus bei innovativen Verpackungen. Aktuelle Themen sind Nachhaltigkeit, Verpackungstechnik, Verpackungsmittel, Etikettierung und Markierung sowie zukunftsträchtige Materialien. Praktisch jedes Produkt, das auf dem Markt erhältlich ist, wird in einer Verpackung angeboten. Verpackungen umhüllen und bewahren Transport- und Konsumgüter, sie enthalten Informationen und dienen der Identifikation des Produkts.

Lagerung, Transport, Selbstbedienung und Vorratshaltung von Produkten setzen eine tragende und schützende Umhüllung voraus. Eine Verpackung, die Güter nicht ausreichend schützt, ist auch ökologisch gesehen fragwürdig. Verpackung ist so betrachtet kein Selbstzweck, sondern ein unverzichtbares und notwendiges Hilfsmittel.

Zudem ist jeder Verpackungsentscheid auch ein Entscheid der Logistik, denn erst die Verpackung erlaubt die sichere räumliche und zeitliche Güterverteilung. Insgesamt leistet die Verpackungsindustrie einen wesentlichen Beitrag zur Generierung des Sozialprodukts und nimmt deshalb in der Wertschöpfung einen bedeutenden Rang ein.

Prozesse optimieren

Sowohl bei der Verpackung wie auch beim Transport von Gütern kommt einem betrieblichen Umweltmanagementsystem zunehmend grössere Bedeutung zu. Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit sind dabei keine Gegensätze, sondern ein Mittel zur Kosteneinsparung. Die Verpackung stellt innerhalb der Logistik eine wichtige Querschnittsfunktion dar. Fragen nach der Reduktion des Verpackungsaufwandes sowie der Verpackungs- und Logistikkosten muss sich heute jedes Unternehmen stellen.

Über 90 Prozent aller Waren werden für den Transport zum Kunden verpackt. Eine belastungsgerechte und wirtschaftliche Verpackungsgestaltung setzt dabei eine exakte Planung voraus. Wie soll die Aussenverpackung dimensioniert werden, und welche Polstermaterialien schützen die Produkte am besten? Welche Möglichkeiten eröffnen sich, um den Verpackungsprozess zu optimieren, welche Ladungsträger stellen die kostengünstigste Lösung dar, und wie soll die Sicherung auf der Ladeeinheit erfolgen? Solche Fragen müssen zielgerichtet beantwortet werden.

In der Verpackungslogistik können durch eine sorgfältige und exakte Planung viele Potenziale zusätzlich ausgeschöpft und mögliche Probleme bereits im Vorfeld erkannt und beseitigt werden. Wichtig ist dabei ein gesamtheitlicher Ansatz: von der Planung von Transportverpackungen bis hin zur Optimierung intralogistischer Prozesse, die durch die Verpackung massgeblich beeinflusst werden. Auch ineffiziente Prozesse im Bereich der Ladungsträger können zu Über- oder Unterbeständen und damit zu hohen Kosten führen. Ein transparentes Logistiksystem erlaubt, dass Schwachstellen aufgedeckt und brachliegende Potenziale genutzt werden können.