Kaufleute der Speditionsbranche üben einen spannenden Beruf aus. Sie planen und organisieren Transporte rund um den Globus. Sie kümmern sich um den bestmöglichen Transport von Gütern, sei dies auf der Strasse, der Schiene, zu Wasser oder in der Luft. Deshalb stehen sie ständig in Verbindung mit Reedereien, Lastwagenunternehmen, Bahnbetrieben und Fluggesellschaften, handeln Konditionen aus mit Leuten aus aller Welt.

Nebst der Beratung der Kunden erledigen sie anspruchsvolle kaufmännische Arbeiten, kennen die Import- und Exportbestimmungen sowie die Versicherungen für Transporte. Speditionskaufleute sind daher geborene Organisationstalente mit Verhandlungsgeschick und internationalen Geschäftsbeziehungen. Paul Nicolet ist Vorsitzender der Bildungskommission der Spedlogswiss, dem Verband schweizerischer Speditions- und Logistikunternehmen, und weiss, worauf es ankommt. Ein Tätigkeitsschwerpunkt der Spedlogswiss ist die Aus- und Weiterbildung.

Spannendes Berufsfeld

Das duale Berufsbildungssystem in der Schweiz geniesst einen hervorragenden Ruf, da es den Lernenden zum einen Praxiserfahrung und zum anderen die Theorie in der Berufsschule bietet. Dieses System hat in der Speditionsbranche eine lange und bewährte Tradition. «Wir bieten jungen Schulabgängern eine vielseitige Ausbildung mit grossem Weiterbildungspotenzial», erklärt Paul Nicolet.

Für eine Ausbildung im Speditionswesen braucht es kommunikative Menschen mit guten Fremdsprachenkenntnissen, die gerne planen und organisieren. Für die jungen Leute bietet sich dafür ein spannendes Berufsfeld, in dem sie international vernetzt arbeiten und Verantwortung übernehmen können. «Nach der dreijährigen Lehre ist alles offen, von der Berufsmatura bis hin zur Weiterbildung als Speditionsfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis oder zum/zur Speditionsleiter/-in mit eidg. Fachausweis. «Um junge Menschen für unsere Branche mit ihren vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten zu begeistern, besuchen wir regelmässig Abschlussklassen und präsentieren unser Berufsfeld», so Nicolet.

Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf Abgängern von Handelsmittelschulen, die zwar einen kaufmännischen Abschluss haben, aber oft noch nicht wissen, in welcher Branche sie tätig werden sollen. «Diesen jungen Leuten bieten wir 18-monatige Praktika an. Gut ausgebildete Berufsleute sind das Rückgrat unserer Branche. Deshalb investieren wir auch so viel in die Bildung», sagt Nicolet.

Immer neue Herausforderungen

Gut ausgebildete Speditionsfachleute haben nämlich nicht nur in Schweizer Speditions- und Logistikunternehmen hervorragende Berufschancen, sondern auch in anderen Branchen sind sie gefragte Spezialisten mit internationaler Ausrichtung. Jährlich werden in der Schweiz rund 250 Lehrstellen in der Speditionsbranche angeboten. Auch nach der Lehre und einiger Berufserfahrung besteht die Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten.

«Die Speditionsbranche ist eine sehr lebendige Branche, die sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen hat. Denn ohne Spedition und Logistik steht die globale Wirtschaft still», resümiert Paul Nicolet.