Seit rund 27 Jahren entstehen in der Ideenschmiede der Inhaber Marc Saxer und Daniel Kehl verschiedene Betriebskonzepte und Brands – darunter die Bio-Getränkemarke yootea, eine Weinhandlung und diverse Restaurants, unter anderen das Yooji’s Sushi Deli, von dem es inzwischen schweizweit 13 Restaurants & Stores gibt.

Die Erfolgsstory von Two Spice begann vor 27 Jahren. Wie habt ihr gestartet?

Daniel Kehl: ... mehr oder weniger ohne Plan mit einer einfachen Beiz.

Marc Saxer: Einem richtigen Altweibercafé im Kreis 3. Morgens servierten wir Kaffee und Gipfeli, mittags Lunchmenüs und am Abend wurde das Café zur Bar umfunktioniert. Wir hatten fast jeden Abend Konzerte und der Laden war rappelvoll.

Einige Zeit später folgten weitere Restaurants sowie zahlreiche Engagements als Caterer an Open-Air-Events. Welche Visionen hattet ihr vor Augen?

Marc Saxer: Wir hatten nie den Masterplan oder das Ziel, so gross zu werden, wie wir heute sind. Wir haben vieles aus dem Bauch heraus entschieden und einfach Freude an der Sache gehabt.

Daniel Kehl: Es war damals eine spannende Zeit in der Gastronomie. Die Gastronomie war ein Stück weit «verkrustet» und unsere Konzepte waren anders. Das kam gut an.

Was habt ihr anders gemacht als die anderen?

Daniel Kehl: Wir haben viele Dinge neu gemacht. Eine coole Gastronomie mit Du-Kultur zum Gast, guter Dienstleistung und hohem Qualitätsanspruch.

Marc Saxer: Wir haben Produkte in die Schweiz gebracht, die damals noch kaum jemand kannte. Wir waren die Ersten, die Edamame servierten. Heute kennt sie jeder, damals mussten wir noch eine Essensanleitung beilegen.

Laut dem Branchenverband Gastrosuisse sind 65 Prozent der Gastrobetriebe in Zürich defizitär. Ihr wachst stetig weiter. Was ist euer Erfolgsgeheimnis?

Daniel Kehl: In der Tat sind wir in einer merkwürdigen Branche. Auch wenn ein Restaurant zum zehnten Mal schliesst, findet sich bestimmt jemand, der sein Glück versuchen möchte und mit einem neuen Konzept eröffnet.

Jedenfalls reicht es nicht, einen super Businessplan zu haben und sich darauf zu versteifen.

Vielmehr muss man offen sein für die Bedürfnisse der Kunden, man muss sich in sie hineinfühlen und kann nicht davon ausgehen, dass alle Trends langfristig funktionieren.

Marc Saxer: Man macht täglich neue Fehler, aus denen man lernen muss und sich dadurch verbessern und weiterentwickeln kann. In der Gastronomie sind wir in einem Tagesbusiness und nicht in einem Wachstumsbusiness.

Wir müssen schauen, dass jeder Tag gut funktioniert und die Gäste begeistert sind. Zudem ist ein gutes Team entscheidend.

Welche Ideen habt ihr für die Zukunft?

Marc Saxer: Ideen haben wir ohne Ende in der Schublade ...

Daniel Kehl: Das Ausland, insbesondere Deutschland, würde uns reizen. In vielen deutschen Städten herrscht eine coole Dynamik.

Eine gute Praxis benötigt die perfekte Gastroplanung. Erfahren Sie hier mehr.