Die totale Entgrenzung im Rahmen der Globalisierung...

...die unbegrenzten Kommunikationsmöglichkeiten und die digitale Transformation verändern unser künftiges Wirtschaftssystem dramatisch. Fachspezialisten sprechen nicht mehr von einer digitalen Transformation, sondern schon von einem digitalen Tsunami, der ganze Branchen, Wirtschaftszweige und Berufsgruppen mit sich reisst.

Daten werden zum Gold der Zukunft und Roboter, gepaart mit künstlicher Intelligenz, übernehmen einen bedeutenden Teil unserer heutigen bezahlten Arbeitsleistung. Damit werden vermeintliche für die Ewigkeit gültige Gesetzmässigkeiten und Wahrheiten über Nacht ausser Kraft gesetzt.
 

Denkmodelle wie das bedingungslose Grundeinkommen, das noch vor wenigen Jahren als "Spinnerei" von weltfremden Ethikern abgetan wurde, werden heute in der Politik und den Teppichetagen von Unternehmen diskutiert.
 

Führungskräfte der Zukunft...

...werden entsprechend mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Ob sie durch die Universitäten und Hochschulen, die noch Stoff und Modelle aus der Vergangenheit mit Methoden aus dem letzten Jahrtausend dozieren, gut darauf vorbereitet sind, sei dahingestellt.

Noch heute wird in den Grundschulen beharrlich auf Wissensvermittlung gesetzt und den Kindern der Gebrauch von modernen Kommunikationsmitteln, wie das Smartphone, verboten. Unwissenheit, Ignoranz, Hilflosigkeit oder eine Mischung daraus prägen das Denken und Handeln der verantwortlichen Ausbildner.

Wir sprechen hier nicht von Schülern, sondern von unseren heranwachsenden Führungskräften, Politikern, Medienmachern, Pädagogen und Soziologen, die künftig unsere Welt gestalten und die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen haben. Dazu brauchen sie nicht Kompetenzen, Tools und Methoden aus der Vergangenheit, sondern die Fähigkeit mit Ungewissheit, Komplexität und Volatilität umzugehen.

Führungskräfte, die sich künftig mit ihren Organisationen im global vernetzten Wettbewerb um Marktanteile behaupten wollen, sind gut beraten, wenn sie sich nicht isoliert an finanziellen Ergebnissen, sondern konsequent am Nutzen für ihre Kunden und denjenigen ihrer wichtigsten Interessengruppen orientieren.

Und bei all dem die grossen Dinge im Blick behalten, für Werte einstehen und Menschen berühren. Das Stichwort heisst ganzheitliche, wertorientierte Unternehmensführung und umfasst unternehmerische Handlungsfelder wie die systematische Entwicklung der Organisation im Sinne der Excellence, die digitale Transformation mit all ihren Ausprägungen und Business Ethics als Basis der Wert- und Sinnorientierung.

Ein Unternehmen, das Nutzen und Mehrwert für die Gesellschaft stiftet, kann in Zukunft nicht erfolglos sein.

In unserer komplexen Welt brauchen wir Führungskräfte...

...die das grosse Ganze überblicken und die Zusammenhänge im Sinne von Ursache und Wirkung verstehen, ManagerInnen, die Trends erkennen und in der Lage sind, ihre Organisation darauf auszurichten. Führungskompetenz im Sinne ganzheitlicher, wertorientierter Unternehmensführung verlangt neues Denken, das voraussetzt, dass man in der Lage ist, "alte" Muster, Wahrheiten und Glaubenssätze abzulegen.

Der Grundsatz heisst: Nicht im, sondern am Unternehmen arbeiten! Soll heissen, systematisch und konsequent die Wettbewerbsstärke verbessern mit den für die Organisation passenden Führungsinstrumenten und Methoden – die Digitalisierung in den Bereichen Kultur, Vernetzung mit strategischen Partnern, Aufbau von Ökosystemen, Kundenorientierung und Marktbearbeitung, Technologien und Prozesse und natürlich dem Umgang mit Daten aktiv vorantreiben – und als Wertebasis die ethische Performance der Organisation entwickeln, steuern und die Fortschritte überwachen und kommunizieren.  

Die wertvollen Unternehmen der Zukunft werden nicht diejenigen sein, die am meisten Geld verdienen und die höchsten Dividenden ausschütten, sondern diejenigen, die für die Gesellschaft und die nächsten Generationen den grössten Nutzen stiften.